Ist entalkoholisierter Wein gesünder als klassischer Wein?

Die häufig getroffene Aussage „ein Glas (Rot-)Wein am Abend sei gut für die Gesundheit“ – ist mittlerweile widerlegt, da der Alkohol (als Nervengift) alle positiven Inhaltsstoffe überlagert und die Gesamtwirkung daher gesundheitlich negativ zu bewerten ist!
Leider hält sich die Urban Legend, dass es gesund sei täglich zu trinken, aber noch immer hartnäckig.

Entalkoholisierter Wein enthält keinen Alkohol, bzw. nur so kleine Mengen, wie in vielen alltäglichen gesunden Lebensmitteln – etwa Obst und Säften.
–> Die negativen Auswirkungen von Alkohol sind daher schon mal nicht vorhanden.

Auch die Kalorienanzahl ist signifikant kleiner. Klassischer Wein hat etwa 7x so viele Kalorien wie der Alkoholfreie. Alkoholfreie Weine haben übrigens auch meist viel weniger Zucker als klassische Softdrinks.

Das Positive des Weins

Die falsche Aussage, „dass ein tägliches Glas Wein gesund sei“, stützte sich auf einige Inhaltsstoffe im Wein, die potenziell gesundheitliche Vorteile mitbringen.
Besonders Rotwein werden folgende Substanzen als positiv für die Gesundheit zugeschrieben:

1. Resveratrol
  • Wirkung: Resveratrol ist ein Antioxidans, das vor allem in der Haut roter Trauben vorkommt. Es wird oft mit positiven Effekten auf das Herz-Kreislaufsystem und einer möglichen Verbesserung der Blutfettwerte in Verbindung gebracht.
  • Studienlage: Es gibt Hinweise darauf, dass Resveratrol entzündungshemmende Eigenschaften hat und möglicherweise das Risiko von Herzkrankheiten reduzieren kann. Eine breite wissenschaftliche Konsensbildung zu den genauen gesundheitlichen Vorteilen steht jedoch noch aus.
2. Flavonoide und Polyphenole
  • Wirkung: Diese Antioxidantien, die in größeren Mengen in Rotwein vorhanden sind, tragen zur Reduzierung von oxidativem Stress und entzündlichen Prozessen im Körper bei. Sie könnten auch das Risiko für chronische Krankheiten wie Arteriosklerose und bestimmte Krebsarten senken.
  • Studienlage: Studien zeigen, dass Polyphenole wie Quercetin und Catechine antioxidative Effekte haben und möglicherweise zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen können.
3. Gerbstoffe (Tannine)
  • Wirkung: Tannine sind eine Gruppe von Polyphenolen, die vor allem in der Haut und den Kernen der Trauben vorkommen und die Struktur des Weins beeinflussen. Sie haben antioxidative Eigenschaften und könnten ebenfalls das Risiko von Herzerkrankungen verringern.
4. Mikronährstoffe

Vorkommen: Wein enthält geringe Mengen an Mineralstoffen und Vitaminen, insbesondere Vitamin B6, Folsäure, Kalium und Magnesium. Diese können zur allgemeinen Gesundheit beitragen, wenn sie in einem ausgewogenen Verhältnis konsumiert werden.

-> So viel Gutes im Wein – aber der Alkohol macht alles kaputt.

Das Gute: Diese Inhaltsstoffe sind auch in entalkoholisiertem Wein vorhanden und manche davon entstehen auch während der Fermentation und sind damit in einigen Proxys enthalten. Der Vorteil der alkoholfreien Alternativen liegt also auf der Hand: Sie haben Inhaltsstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können und den schädlichen Alkohol haben sie nicht!

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